Hüttengaudi

Food Trends 2022

Der Kunde ist König – ein Satz, der in der Lebensmittelbranche sowie der Gastronomie als fortwährender Leitfaden gilt. Doch um die Bedürfnisse von Kunden und Gästen bestmöglich befriedigen zu können, muss man diese als Gastgeber erst einmal kennen.

Wie bereits im Rahmen der Wirtschaftslehre doziert wird, ist die Welt der Bedürfnisse bekanntlich unbegrenzt – das Mangelempfinden an Gütern kann schlichtweg nie komplett gedeckt werden. Mittels Marktforschungen lassen sich jedoch häufig genaue Prognosen stellen, welche Bedürfnisse Konsumenten derzeit aber auch zukünftig mit Kaufkraft versehen werden. An genau dieser Stelle kommen nun Food Trends ins Spiel. Unter welchem Stern steht das Jahr 2022? Und was erwartet uns kulinarisch? Wir prognostizieren für Sie:

Zero Waste

Mit Bedenken um die Gesundheit und zugleich finanziellen Sorgen hat die Pandemie das Konsumentenverhalten weltweit ordentlich auf den Kopf gestellt. Ein Umschwung, der jedoch besonders dem Umweltschutz in die Hände spielen könnte.

Die Bilder der bis oben hin mit Plastik gefüllten Mägen von Fischen und Vögeln sowie von den Unmengen an angespülten Einweg-Tüten und -Flaschen, die auf Jahrhunderte ein Störfaktor im Ökosystem sein werden, gingen um die ganze Welt. Inzwischen gibt es weltweit mindestens fünf riesige Plastikmüll-Strudel. Hier sorgen Meeresströmungen dafür, dass sich Abfall aus allen Teilen der Erde sammelt und zirkuliert. Mit 1,6 Millionen km²  ist der Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik hierbei der größte Strudel. Zum Vergleich: Diese Fläche entspricht etwa dreimal der Größe von Frankreich oder auch rund viereinhalbmal der Größe Deutschlands. Während Take-Away-Behälter aus Kunststoffen aller Art zu Zeiten der Hochkonjunktur von Lieferdiensten noch immer teilweise, jedoch deutlich reduzierter, präsent waren, war zugleich ein steiler Zuwachs an nachhaltigen Verpackungskonzepten zu beobachten.

Umfragen von Marktforschungsunternehmen zufolge erlebte die Relevanz von Nachhaltigkeit einen Anstieg von rund 40 Prozent. Der Fokus auf Regionalität von Lebensmitteln gewann währenddessen um über 50 Prozent an Bedeutung. So lässt sich mit Sicherheit sagen: Die Umstellung auf nachhaltige Verpackungsmaterialien ist nicht nur für die Umwelt förderlich, sondern auch für die Beliebtheit bei Kunden und Gästen.

Local Exotics

Ein weiterer der prognostizieren Food Trends 2022 stellt eine absolute kulinarische Neuheit dar. Während zu Zeiten des Lockdowns in der Regel die altbekannte, oft simple Küche herhalten musste, wurde bei vielen eine schwerwiegende Sehnsucht nach kulinarischer Exotik geweckt. Da der Sinn für Regionalität und Nachhaltigkeit jedoch ebenfalls deutlich gespitzt wurde, lassen sich die beiden Bedürfnisse nicht mühelos kombinieren.

Gartenliebhaber und besonders Naturbewusste haben jedoch einen Weg gefunden, um ihr Verlangen nach kulinarischen Neuheiten und exotischen Genüssen mit dem Wunsch nach Umweltschutz zu vereinbaren. Neben Erdbeeren, Äpfeln und Himbeeren pflanzen sie nun auch ausgefallene Früchte aus oft fernen Ländern an – ein Trend, der auch in der Agrarwirtschaft zu beobachten ist.

Bereits vor der Pandemie hatten experimentierfreudige Obst- und Gemüsebauer an der Ausweitung des Produktportfolios geschliffen. Mit Hinblick auf die fatalen Folgen der Klimakatastrophe haben sie nach Möglichkeiten gesucht, um exotische Lebensmittel auch in Mitteleuropa anzupflanzen. So findet man heute auf ausgewählten Märkten bereits exotische Tropenfrüchte aus der Region. Von prickelnden Zitronen und herb-säuerlichen Apfelbeeren über saftige Physalis bis hin zu gesundheitsförderndem Ingwer, aromatischen Guaven und sogar exotisch-fruchtig duftenden Kiwis – die Auswahl an bunten Vitaminbomben in der Supermarktregalen wächst und wächst. Und während die exotischen Südfrüchte nicht nur mit ihrer Extravaganz begeistern, punkten sie zeitgleich auch mit ihren heilsamen Inhaltsstoffen!

Trendfood 2022: Kurkuma

Obwohl die in Asien als Gewürz des Lebens bekannte Knolle schon seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt wird, erlebt das Superfood zurzeit einen wahren Höhenflug. Während Kurkuma in Mitteleuropa bislang meist nur in thailändischen Gerichten in getrockneter und pulverisierter Form Verwendung fand, findet sich die Power-Wurzel mittlerweile auch in Müsli, Sauerkraut sowie allerlei Salaten.

Hinter dem neumodischen Trend steckt jedoch so viel mehr als ein Bedürfnis nach Diversität. Die goldene Knolle besitzt nämlich wahrhaftige Heilwirkung, die bereits zahlreiche Studien belegten. So haben bereits mehrere wissenschaftlichen Untersuchungen gezeigt, dass der Pflanzenstoff Curcumin die gleiche Wirksamkeit gegen Entzündungen wie übliche Medikamente erreicht. Zudem hilft die Wunderknolle nachweislich bei Magen-Darm-Beschwerden, weist krebshemmende Funktionen auf und kann sogar Demenzeffekten von Alzheimer entgegenwirken.

Ob bei Jung oder Alt, gesundheitsbewusst oder einfach nur offen für Neues – Kurkuma ist das Trendfood schlechthin. Von heißer Zitrone mit Kurkuma über handgemachtes Sauerkraut à la Kurkuma-Jalapeño über Süßkartoffel-Grünkohlsalat mit süßlich holzigem Kurkuma – die goldene Knolle verleiht jeder Speisekarte einen einzigartigen Touch und spiegelt die Food Trends 2022 perfekt wider.

Sie wollen auf die aktuellen Trendfoods vorbereitet und den Bedürfnissen Ihrer Kunden und Gäste stets einen Schritt voraus sein? Dann bescheren Sie ihnen doch eine kulinarische Reise in die Tiefen der Tropen mit exotischen Früchten aus der Region! Und das Beste? Diese können sie ohne jegliche Gewissensbisse durch daraus resultierende Umweltschäden antreten! Oder wie wäre es mit einem zeitlosen Klassiker, der immer hoch im Kurs steht? Servieren Sie Ihren Kunden und Gästen eine exotischen Hochgenuss bestehend aus einem knallig gelben Burger in Gourmet-Qualität, gefärbt mit hochwertigstem Kurkuma à la Surf and Turf, begleitet von mediterranem Algensalat!

Sie haben bereits das ideale Konzept, um die Food Trends 2022 in Ihr Sortiment einzubauen? Dann hinterlassen Sie uns doch einen Kommentar – wir freuen uns, von Ihnen zu lesen!

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