Katerfrühstück – so kommen Ihre Gäste wieder in Schwung

Katerfrühstück – so kommen Ihre Gäste wieder in Schwung

Natürlich ist bei einem Katerfrühstück nicht die Morgenmahlzeit einer männlichen Katze gemeint. Und man verspeist dabei auch keinen Kater. Unter einem Katerfrühstück versteht man eine kleine, meist herzhafte Mahlzeit, die nach einer durchzechten Nacht Kopfschmerzen, Erschöpfung und Übelkeit vertreiben soll. Der Name „Kater“ wird aller Wahrscheinlichkeit nach von „Katarrh“ – Schmerz, Entzündung – abgeleitet. Er steht für eine allgemein schlechte Verfassung. Da Kater gerne schnurren (brummen), könnte die Bezeichnung auch für „Brummschädel“ stehen. Leipziger Studenten sollen den Begriff in diesem Zusammenhang Mitte des 19. Jahrhunderts das erste Mal verwendet haben.

Was der Körper jetzt braucht ist viel Flüssigkeit

Nach einer feuchtfröhlichen Feier ist das Wichtigste, den Wasserhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Denn durch zu viel Alkohol dehydriert der Körper. Dieser hohe Verlust an Flüssigkeit ist unter anderem ein Grund für starke Kopfschmerzen. Zudem fehlen ihm wichtige Mineralstoffe. Es sollte daher viel natriumhaltiges Wasser oder Saftschorle getrunken werden. Grüner Tee ist aufgrund seiner entgiftenden Wirkung auch empfehlenswert. Kaffee oder Espresso mit einem Spritzer Zitrone soll sich auch positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Allerdings reizt Koffein – wie auch kohlensäurehaltige Getränke – den bereits angeschlagenen Magen und kann zu Übelkeit führen. Hart Gesottene trinken das Wasser von eingelegten Gurken – es enthält viele Elektrolyte. Von der Idee, Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen – also den Brand mit Alkohol zu löschen – muss allerdings abgeraten werden. Es verlängert den Katzenjammer nur.

Lust auf Salziges und Saures

Der Appetit auf Salziges und Saueres ist am Morgen nach einer ausgiebigen Feier meist sehr groß. Der Körper signalisiert dadurch den Verlust an Mineralien. Dieser Lust sollte man auf jeden Fall nachgeben. Die meisten greifen auf Klassiker wie Heringssalat, Rollmöpse, Bratheringe oder Matjes zurück. Wer seinen Gästen eine edle Variante anbieten möchte setzt auf gebeizten oder geräucherten Lachs. Wer keinen Fisch mag, kann sich mit Gewürzgurken, Sauerkraut oder eingelegtem Gemüse behelfen – sie erfüllen ebenso gute Zwecke zum Ausgleich des Natriumhaushalts. Und um den ohnehin schon angeschlagenen Gästen das umständliche Hantieren mit Messer und Gabel zu ersparen, bietet man am besten gleich belegte Brötchen an.

Das bringt Schwung in müde Knochen

Die Müdigkeit vertreibt man am besten mit einer vitamin- und kohlenhydratreichen Kost. Auf jeden Fall sollte es etwas sein, das den Magen nicht zusätzlich belastet. Heiße Hühnerbrühe zum Beispiel. Sie ist gehaltvoll aber nicht schwer und enthält alles, was der Körper jetzt braucht, ohne weitere Übelkeit zu erzeugen. Eine Einlage aus Nudeln, Reis, Eierstich oder Hühnerfleisch liefert außerdem Eiweiß und Energie. Auch Vollkornbrot, Zwieback oder Salzcracker mit einem vitaminreichen Hummus und frischem Gemüse füllen schonend den Magen. Für die Süßen unter uns empfiehlt sich Honig als Aufstrich – er soll beim Abbau des Alkohols helfen. Unser absoluter Liebling allerdings unter den Kater-Killern ist ein Smoothie aus frischen Erdbeeren, Banane und Joghurt. Er enthält viel Cystein, Kalium und Vitamin C, macht satt und fit.

Wie sagen Sie dem Kater den Kampf an? Haben Sie ein Geheimrezept für Ihr Katerfrühstück? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

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