Feuer und Flamme für Flammkuchen

Feuer und Flamme

Frische Zwiebeln, würziger Speck, cremiger Schmand und herber Rucola kombiniert mit dem köstlichen Duft von loderndem Kaminholz. Können Sie ihn schon riechen, wie er sich gemäßigten Schrittes im steinernen Holzbackofen bräunt? Die Rede ist natürlich vom berühmten Elsässer Flammkuchen – la tarte flambée d’Alsace. Doch welche Geschichte verbirgt sich eigentlich hinter dem französischen Traditionsgericht, für das wir heute alle Feuer und Flamme sind? Und welche Variationsmöglichkeiten gibt es?

Historie des Flammkuchens

Der Auftakt des Flammkuchens reicht weit über hundert Jahre in die Vergangenheit. In den idyllischen Dörfern des französischen Elsass zwischen sanften Bergen, malerischen Fachwerkhäusern und friedlichen Hängen geziert mit symmetrischen Weinreben entstand wie durch ein Versehen eine wundersame Tradition.

Zu dieser Zeit wurde das Brot noch nicht im Holzbackofen des Bäckers um die Ecke, sondern im mit Holz befeuerten, hauseigenen Steinofen gebacken. Zunächst zündete man die Holzscheite im Ofen an. Daraufhin musste überprüft werden, ob bereits die erforderliche Temperatur für das Backen des Brotes erreicht wurde. Hierfür kamen die Bauern und Bäuerinnen auf eine clevere Idee: Sie trennten ein Stück des noch rohen Teiges ab, rollten dieses dünn aus und legten es auf die heiße Steinplatte inmitten der lodernden Flammen. Verbrannte der Teigfladen zu schnell, deutete es darauf hin, dass der Ofen noch zu heiß war. Blieb der Teigling hingegen schlaff, war dies ein Zeichen, dass die Temperatur noch erhöht werden musste. Seinen Namen erlangte der tarte flambée übrigens durch die im Ofen emporsteigenden Flammen.

Zur Zeit der Entstehung des Traditionsgerichts herrschten jedoch noch andere Lebensstandards. Damals wurde aufgrund der immerwährenden Armut deutlich umsichtiger mit Essen umgegangen, als heutzutage zu beobachten ist. Aus diesem Grund wurden die Teigfladen, welche einzig und allein zur Feststellung der Temperatur im Ofen dienten, natürlich nicht einfach entsorgt. Die Bäuerinnen und Bauern aßen die trockenen Fladen – zu unser aller Glück, da hierdurch die wundervolle Tradition des Flammkuchens entstand!

Die beliebtesten Zutaten für die kleine Delikatesse währen sich noch bis zum heutigen Tag – Sauerrahm, Speck und Zwiebeln. Vermutlich liegt dies daran, dass sie ganzjährig verfügbar sind und zudem ohne Probleme auch über längere Zeit gelagert werden können.

Feuer und Flamme für das geschichtsträchtige Traditionsgericht

Auch wenn der Flammkuchen ursprünglich aus den französischen Gebieten Elsass und Lothringen kommt, ist die traditionelle Spezialität auf breiter Front beliebt. Auch auf der anderen Seite der Grenze im Saarland sowie in der benachbarten Pfalz oder Baden ist der heißgeliebte Flammkuchen ein altbekanntes Traditionsgericht.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Regionen Elsass und Lothringen während den letzten Jahrhunderten mehrfach ihre politische Zugehörigkeit wechselten – vom Deutschen Kaiserreich zu Frankreich zu Deutschland und zurück zur Französischen Republik. Elsass-Lothringen blieb über mehrere Generationen der „Zankapfel“ der beiden Nachbarländer. Schlussendlich wurde die Region im Jahre 1918 nach jahrelanger Fehde wieder an die Grande Nation angegliedert.

In den 1960-er und 1970-er Jahren gab es tatsächlich viele Elsässer, die der französischen Sprache nicht Herr waren, und ihren Alltag auf „Elsässisch“ meisterten – einem im Alemannischen verwurzelten Dialekt. Doch in Folge des zweiten Weltkrieges wurde Deutsch als die „Sprache des Feindes“ angesehen. So war auch der Elsässische Dialekt der politischen Instanz ein Dorn im Auge. Die französische Regierung setzte von hier an alle Hebel in Bewegung, um den im Alemannischen verankerten Dialekt beiseitezudrängen. Fortan wurde Französisch als Unterrichtssprache festgeschrieben. Mittlerweile sprechen fast alle Elsässer ausschließlich Französisch, was jedoch leider zu einem Aussterben des Elsässischen Dialekts führt.

Was sich jedoch trotz der vielen Reformen bewahrte: die Tradition des Flammkuchens. Hauchdünner Knusperboden mit saftigem Belag, serviert als Vor- oder Hauptspeise, genossen in geselliger Runde. Kombiniert mit einem Glas herbem Weißwein teleportiert uns der beliebte Allrounder direkt auf die malerischen Terrassen des Elsass über verträumten Weinreben und heimeligen Bergen.

Traditionell oder innovativ?

Und das Beste? Beim Flammkuchen ist für jeden Geschmack etwas dabei! Traditionell oder mit ausgefallenem Topping-Mix? Herzhaft oder doch lieber süß? Von Flammkuchen mit griechischem Ziegenkäse und Feigen, mit Zucchini und Kürbiskernen, mit frischen Erdbeeren und cremigem Basilikumeis bis hin zu veganem Flammkuchen mit Pilzen und Kartoffelscheibchen – Vielseitigkeit wird hier großgeschrieben!

Doch der kulinarische Schatz eignet sich nicht nur perfekt für einen lauen Sommerabend unter guten Freunden. Auch für unterwegs ist die französische Delikatesse wie prädestiniert! Verpackt in einem Flammkuchen-Karton aus Wellpappe oder biologisch abbaubarem, reißfestem Kraftpapier in modernem Design geben Sie Ihren Kunden und Gästen ein Stück französische Kultur mit auf den Weg. Ob typischer Flammkuchen nach original Elsässer Art, ofenfrisches Flammkuchenbaguette to go oder herzhafte Flammkuchenstange – mit den tartes flambées von EDNA ist Ihnen der Triumph garantiert!

Auch Sie sind ganz Feuer und Flamme für den kulinarischen Schatz aus dem Elsass? Dann hinterlassen Sie uns doch ein Kommentar – wir freuen uns, von Ihnen zu lesen!

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