Breze

Dünne Arme, dicker Bauch

Schönheitsideale sind ja bekanntlich Geschmackssache. Besonders bei diesem Gebäck. So mögen die einen nur die dunkle Dürre mit den dünnen Ärmchen. Andere präferieren die voluminöse Helle mit dem dicken Bauch. Kaum eine andere Backware polarisiert mehr als die Breze.

Am verbreitesten ist das goldbraune Gebäck im süddeutschen Raum sowie in Regionen Österreichs, der Schweiz und im Elsass. Über ihren Ursprung gibt es verschiedene Theorien. Einer Legende nach zum Beispiel konnte ein Bäcker sein Leben nur retten, indem er ein Gebäck erfand, durch das dreimal die Sonne schien. Einer anderen zufolge, ließ sich ein Bäcker von den verschränkten Armen der Mönche zu der für die Breze typischen Form inspirieren. Wie auch immer: Fakt ist, dass der Ursprung nicht eindeutig nachweisbar ist. Die älteste Darstellung stammt allerdings aus dem 12. Jahrhundert. Damals war die Breze noch hell und eher süß. Die Lauge, die ihr das kastanienbraune Aussehen verlieh, kam erst später.

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Der Name wird von dem lateinischen Begriff brachium (Arm) abgeleitet und bezieht sich auf die ineinander verschlungenen Teigenden, die in der Tat an verschränkte Arme erinnern. Für die typische Form verwenden Bäcker eine spezielle Wurftechnik. Dazu werden die dünneren Enden des Teigstrangs mit beiden Händen gepackt und zu einem U geformt. Dann wird das Ganze mit einem schlenkernden Ruck hochgehoben, so dass sich der dickere Teil im Flug um 180 Grad dreht und die Enden verdrillt. Zum Schluß werden die Enden an den Seiten angedrückt.

Da jeder Bäcker den Teig anders ausrollt, dreht, wirft und formt, haben sich von Region zu Region unterschiedliche Ausprägungen ergeben. In Schwaben bevorzugt man zum Beispiel die Breze mit den dünnen Ärmchen, wohingegen sich die bayerische Breze durch einen eher gleichmäßig dicken Teigstrang auszeichnet.

Die einzigartige Form ist ihr Erfolgsrezept

Kinder lieben Brezen über alles. Es könnte am Geschmack und der außergewöhnlichen Optik liegen. Wir vermuten, dass es auch etwas damit zu tun hat, dass sie aufgrund ihrer Form so praktisch und handlich ist. Kein Wunder jedenfalls, dass sie auch bei Erwachsenen eins der beliebtesten to go-Snacks ist und auf keinem Volksfest fehlen darf.

Handgeschlungene Brezen

Wer bei seiner Laugenbreze Wert auf eine handwerklicher Optik legt, ist bei uns genau richtig. Denn wir haben noch handgeschlungene Brezen im Sortiment:
Die klassische Laugenbrezel (Art. 8), die Wiesn Brezen mit 250 g (Art. 3992) und die Party-Brezel im Miniformat (Art. 1062). Desweiteren zwei Brezen aus unserem Bio Sortiment: die Bio Laugenbrezel (Art. 1104) und die Bio Dinkelbrezel (Art. 1000).

Jetzt sind wir aber neugierig: Hell und soft, dunkel und knusprig, dick oder dünn, groß oder klein? Wie mögen Sie Ihre Breze am liebsten? Schreiben Sie uns, wir freuen und über Ihren Kommentar.

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